Sterntaler

Der Sonnengarten in Feldkirchen - ein Bio-Gemeinschaftsgarten entsteht

Welche Mohrrübe schmeckt am besten? Natürlich die, die man frisch aus dem eigenen Garten gezogen hat!

Jedoch haben bei weitem nicht mehr alle Familien die Möglichkeit, Gemüse und Obst selbst anzubauen.

Die Genossenschaft RegioSTAR begann genau aus diesem Grund das Gartenprojekt "Sonnengarten": Ein Gemeinschaftsgarten, der in viele kleine Familiengärtchen unterteilt werden soll.

 

Mit einer Infoveranstaltung im Gasthaus Gumping fiel der Startschuss:

Acht passionierte Hobbygärtner aus Feldkirchen, Mitterfelden und Bad Reichenhall nahmen ein Stück Land auf dem Sonnengarten in Feldkirchen unter ihre Fittiche. In den Folgetagen herrschte reges Treiben auf der noch grünen Wiese. Mit Schaufeln und Rechen wurde der Garten unterteilt, je nach Bedarf in unterschiedlichen Größen von 5 m² bis 35 m². Runde Formen sollten es sein - was nach einigem Probieren zu einem Blumenmuster führte.

Schon kurze Zeit später wuchs und grünte es überall auf dem Sonnegarten. Gemüse, Kräuter, Blumen und Stauden fügten sich zu einem abwechslungsreichen Bild zusammen und gaben dem Sonnengarten stets ein neues Gesicht. Ende Mai konnten bereits die ersten schmackhaften Radieschen und Salate geerntet werden.

 

Bau eines Hochbeetes

Der vordere Teil des Gartens wurde für die RegioStar eG als Genossenschaftsgarten angelegt. Dort werden in Zukunft Kräuter und Gemüse für den Dorfladen geerntet werden.

Unter der fachmännischen Anleitung von Walter Krieger wurde mit vielen Helfern und großer Begeisterung ein Hochbeet angelegt. Das ist gar nicht so schwierig und wird von einigen der Beteiligten bald auch im eigenen Garten realisiert werden, um in angenehmer Arbeitshöhe und unter optimalen Bedingungen Gemüse anbauen und ernten zu können.

Mikado für Erwachsene - Bau eines Stangenzauns

Am 19. April war dann der große Tag. Das Fernsehen machte im Rahmen seiner Dreharbeiten zum Sterntaler auch am Sonnengarten Station. Bei bestem Gartenwetter wurde ein Stangenzaun aus Naturholz gebaut und mit dem Bau einer Kräuterspirale begonnen.

Die Errichtung des Zaunes erforderte etwas Übung, da die Stangen nur aufgestellt und nicht im Boden verankert werden. Das Zaunbauteam hatte den Dreh beim "Mikado für Erwachsene" aber schnell raus, so dass inzwischen ein in sich stabiler Zaun den Sonnengarten zur Straße hin begrenzt.

 

Lebensräume für Kräuter - der Bau einer Kräuterspirale

Wichtig für eine Kräuterspirale ist ein Unterbau aus Bauschutt und Kies und damit ein gut drainierter Boden. So haben auch trockenheitsliebende Kräuter optimale Wachstumsbedingungen.

Beim Zerkleinern von allerlei Steinen und Schutt fühlten sich die Helferinnen wie auf einer Zeitreise- zurückversetzt in die Zeit der Trümmerfrauen. Trotzdem hatten alle viel Spass!

Anfang Mai 2009 war die Kräuterspirale soweit fertiggestellt, das verschiedene Kräuter und Blumen eingesät werden konnten.

Jetzt bildet sie zusammen mit dem Hochbeet und dem Zaun einen Blickfang für alle Vorbeifahrenden und Fußgänger.

 

 

Text: Miriam Schneider

Fotos: M. Schneider, G. Urlbauer